Zuerst der Einbau, dann eine Korrektur
Flowtrecs-Sensoren sind werkseitig kalibriert. Eine Kalibrierung nach dem Einbau ist kein verpflichtender erster Schritt. Eine Korrektur kommt erst infrage, wenn eine deutliche Abweichung wiederholbar und durch eine zuverlässige Vergleichsmessung bestätigt ist.
Luft in der Leitung, ein umgekehrter Sensor, ungeeigneter Messbereich, Undichtheit oder falsche Kanalzuordnung können wie ein Kalibrierfehler wirken. Beginnen Sie mit dem Ratgeber zum richtigen FS-40-Einbau.
Der Messwert bleibt bei null
- Nominelle 12-V-Versorgung und vorgeschriebene Absicherung prüfen; 24 V niemals direkt anlegen.
- Sensorstecker, Signalkabel und Zuordnung zum richtigen Kanal kontrollieren.
- Prüfen, ob der Pfeil dem Kraftstoffstrom folgt und TOP SIDE oben liegt.
- Anlage nach Motorhersteller-Vorgabe füllen und entlüften.
- Offene Ventile, freien Filter und tatsächlichen Kraftstofffluss bestätigen.
- Realen Durchfluss mit der Untergrenze der genauen FS-40-Version vergleichen.
Bei Bluetooth-Systemen zusätzlich die Verbindung zur Schnittstelle prüfen. Ist die grüne Sensor-LED beim jeweiligen Modell sichtbar, hilft ihre Aktivität beim Nachweis des Durchflusses: Bei kleinem Durchfluss blinkt sie, bei höherem kann sie wie Dauerlicht wirken. Erst wenn trotz bestätigter Versorgung und tatsächlichem Kraftstofffluss keinerlei Aktivität zu sehen ist, sollten Sensor und Kraftstoffanlage vor dem Display untersucht werden.
Der Wert springt oder fällt zeitweise aus
Beginnen Sie mit Luft und Mechanik. Prüfen Sie dichte Anschlüsse, vollständig gefüllte Leitungen, Filterzustand, Sensorlage sowie Knicke und Zug. Korrigieren Sie starke Wärme oder Vibrationen bei ungeeignetem Montageort.
- Beruhigt sich der Wert nach erneutem Entlüften?
- Tritt das Problem nur im Leerlauf oder bei sehr kleinem Durchfluss auf?
- Ändert es sich mit Pumpenbetrieb oder Filterzustand?
- Zustand und Befestigung von Kabeln und Steckern bei abgestelltem Motor und ausgeschalteter Geräteversorgung nach der Modellanleitung prüfen. Keine Stecker unter Spannung bewegen; Prüfungen elektrischer Verbindungen unter Spannung einem Fachbetrieb überlassen.
Den Sensor nicht zerlegen und den inneren Mechanismus nicht ohne freigegebenes Serviceverfahren reinigen. Bei vermuteter Verschmutzung oder Beschädigung Flowtrecs kontaktieren.
Kleiner Durchfluss und Mittelungszeit
Jede Variante des FS-40 besitzt einen definierten Arbeitsbereich. Beim Schleppangeln oder im Leerlauf kann der reale Durchfluss nahe der Untergrenze liegen; ein übergroßer Sensor kann kleine Werte daher weniger stabil anzeigen.
Die Anleitungen für Wave, Inox und Mini beschreiben eine Mittelungszeit. Eine längere Mittelung kann die Anzeige beruhigen, verlangsamt aber ihre Reaktion und behebt weder Luft noch Undichtheit oder einen falschen Messbereich.
Wie wird eine echte Abweichung bestätigt?
Ändern Sie keinen Korrekturfaktor nach einer kurzen Fahrt oder allein anhand der Tankanzeige. Vergleichen Sie den von Flowtrecs erfassten Verbrauch mit der Kraftstoffmenge, die zum erneuten Befüllen desselben Tanks bis zu einem reproduzierbaren Niveau erforderlich ist.
- Vor der Prüfung Luft entfernen und Dichtheit der Installation bestätigen.
- Bis zu einem reproduzierbaren Niveau tanken und den Verbrauchszähler notieren oder den Fahrtzähler nach Geräteanleitung zurücksetzen.
- Im Normalbetrieb eine aussagekräftige Kraftstoffmenge verbrauchen. Während der Prüfung keinen Kraftstoff zwischen Tanks umfüllen und keine weiteren Kraftstoffverbraucher betreiben, die Flowtrecs nicht erfasst.
- Denselben Tank bei ähnlichem Bootstrimm bis zum gleichen Niveau nachfüllen. Die Nachfüllmenge mit dem Anstieg des Flowtrecs-Zählers über genau denselben Zeitraum vergleichen.
- Prüfung wiederholen. Eine Korrektur nach der Anleitung des genauen Modells erst bei deutlicher, reproduzierbarer Abweichung erwägen. Nach einer Änderung erneut kontrollieren.
Bei unterschiedlichen Tankbedingungen, Zeiträumen oder erfassten Kraftstoffmengen ist das Ergebnis keine Grundlage für eine Korrektur. Keine Prüfung mit offenem Behälter oder abgetrennter Rücklaufleitung durchführen.
Jeweils nur einen Parameter ändern und den alten Wert zum Wiederherstellen notieren.
Fehlersuche bei Vor- und Rücklauf
Bei einem Motor mit Rücklauf ist der Nettoverbrauch die Differenz zweier Durchflüsse. Eine kleine Abweichung eines Sensors kann nach dem Abzug großer Werte deutlicher werden. Beide Kreise sind deshalb als Paar zu prüfen.
- Vorlauf- und Rücklaufsensor eindeutig bestimmen.
- Pfeilrichtung, Messbereich und Entlüftung beider Sensoren prüfen.
- Kanäle dem richtigen Motor zuordnen.
- Eine Seite nicht korrigieren, bevor gemeinsame Anlagenfehler beseitigt sind.
Der Ratgeber zur Flowtrecs-Verbrauchsmessung erklärt das Differenzprinzip.
Wann abbrechen und den Service anfragen?
Schalten Sie die Anlage aus, wenn Kraftstoff oder Geruch auftritt, eine Leitung beschädigt ist, Bauteile heiß werden, die Versorgung aussetzt oder der Motor ungewöhnlich läuft. Sensor nicht öffnen und nicht in seinen inneren Mechanismus eingreifen.
Für eine Anfrage benötigen Sie Computermodell, FS-40-Version und -Bereich, Motor- und Sensoranzahl, Angaben zum Rücklauf, Versorgungsspannung sowie eine Beschreibung, wann der Fehler auftritt. Fotos von TOP SIDE, Pfeil, Filter und Leitungsverlauf helfen.
Kontaktieren Sie das Flowtrecs-Team oder prüfen Sie die aktuelle Seite Ihres Produkts. Einstellungsnamen müssen immer zur genauen Anleitung und Softwareversion passen.